Auf ein Neues

Wenn man mit älteren Kollegen im Bürgermeisteramt ins Gespräch kommt erzählen alle von den gleichen Erfahrungen des Anfangs. Man möchte sich vorstellen welche Herausforderungen mit diesem Amt auf einen zukommen. Aber es ist ein großer Unterschied diese Herausforderung zu erahnen oder in der Realität täglich zu sehen und zu erleben.

Dieser Tage beginnt die kommunalpolitische Amtszeit 2020 bis 2026. In unserem Gemeinderat ziehen acht neue Gemeinderätinnen und Gemeinderäte ein. Das bedeutet dass 50 % des Gemeinderats im Rahmen der Kommunalwahl ausgetauscht wurden.

Ich freue mich auf diese neue Zeit und diese neuen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte. Gemeinsam starten wir in eine herausfordernde, aber auch spannende und zuversichtlich stimmende Zukunft. Die Auswirkungen der CoronaKrise sind nur erahnbar. Was es tatsächlich bedeutet können wir erst in circa zwei Jahren konkret sagen. So wie die vergangenen sechs Jahre von einer nie dagewesenen Einnahmestärke geprägt waren, werden die vor uns liegenden sechs Jahre von Vorsicht und allgemeiner Zurückhaltung dominiert sein. Doch es war und ist und bleibt unsere Aufgabe gemeinsam die Daseinsvorsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Hierzu gehören ganz klar auch Aufgaben die zu den so genannten freiwilligen kommunalen Aufgaben zählen. Schon in der schwierigen Phase der Finanzkrise hat sich gezeigt, dass es gerade diese freiwilligen Aufgaben sind die eine Gemeinde lebenswert machen. Darum werde ich auch in den kommenden schwierigeren sechs Jahren die Aufgaben rund um unser Kloster Furth als wichtige wenn auch freiwillige Aufgaben wahrnehmen. Es ist eine besondere Herausforderung den Spagat zwischen den Pflichtaufgaben und den freiwilligen Aufgaben hinzubekommen. Hieran werde und muss ich mich in sechs Jahren erneut messen lassen.

Neu wird für mich die Tätigkeit im Kreistag des Landkreises Landshut. Hier versuche ich in erster Linie thematisch und inhaltlich mir selbst treu zu bleiben. Ich stehe der umlagefinanzierten Entscheidungssituation kritisch gegenüber. Als Verfechter des gemeindlichen Selbstverwaltungsrechts ist es m. E. wichtig die Investitionen des Landkreises auf ihre Allgemeingültigkeit und ihre Notwendigkeit zu prüfen. Ich weiß, dass es dadurch nicht leicht wird in einer Koalition eine gemeinsame Linie zu verfolgen. Doch das muss ein Demokrat und die Demokratie aushalten können.